Mit knapp 3000 m Höhe ist der Abano-Pass der höchste befahrbare Pass im Kaukasus. Er führt vom Weinland Kachetien über den Hauptkamm des Kaukasus in das abgelegene Gebiet Tuschetien und ist nur im Sommer befahrbar.

Wir beginnen unsere Reise in Kachetien und besuchen die zweithöchste Kirche Georgiens im Alaverdi Kloster, die auf 1700 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Eine beeindruckende Anlage die von der Größe der georgischen Kultur zeugt.
Der Weg zum Abano-Pass beginnt in dem engen schmalen Tal des Flusses Stori. Hier übernachten wir direkt am Flussufer, was bei trockenem Wetter im Sommer gefahrlos möglich ist.

Uns erwartet eine gewaltige Bergwelt, aber auch eine sehr anspruchsvolle Straße. Wir wissen nicht wirklich, was uns erwartet, aber wir riskieren es. Und unsere Flamme schlägt sich hervorragend und bewältigt die wirklich schwierige Straße gut.
Die Passstraße beginnt direkt hinter der Brücke über den Fluss. Steil windet sich die ruppige und enge Straße durch die Baumzone nach oben. Nach ca. 1,5 h Fahrt erreichen wir die Baumgrenze bei 1500 m und es eröffnet sich ein großartiger Blick nach Süden in Richtung Kachetien über den Südrand des Kaukasus.
Die Straße führt jetzt mit vergleichsweise flacher Steigung stetig entlang der Berghänge durch die alpinen Wiesen nach oben. Die Ausblicke werden immer grandioser. Immerhin fehlen bis zum Pass immer noch über 1000 Höhenmeter.
Der letzte Abschnitt der Passstraße ist weniger ruppig aber wie steiler und mit vielen Serpentinen. Oben angekommen wird man mit kühler Wassermelone begrüßt. Es gibt einen großartigen Ausblick nach Süden und jetzt auch nach Norden in Richtung Tuschetien.
Wir entscheiden uns dass Schicksal nicht weiter herauszufordern. Wir machen ein Picknick und fahren den langen Weg zurück nach Kachetien.
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